top of page

Fange an, die Fragen selbst liebzuhaben


Zurück von einer Fortbildung, die für mich das erste Mal mehr Fragen aufgeworfen hat, als dass sie sie beantwortet hätte. Ein Raum, der geöffnet wurde und dessen Phänomene erfahren werden wollen. Und so faszinierend das auch ist, es widerspricht vollkommen meiner Natur. Ich möchte verstehen, ordnen, kontrollieren und vor allem möchte ich „die Herrin im Haus sein“. 🤨

In diesem Prozess und Austausch, in dem ich zwar erkannt hatte, dass die bisherige Art und Weise nicht funktionieren würde, aber ich noch nicht wisse, wie ich es dann machen soll, meinte meine Freundin und „Mitschülerin“ dann plötzlich: „Du musst anfangen, die Fragen selbst lieb zu haben“.


Wie jetzt? Die Frage selbst lieb zu haben???? 🤔


Und daraufhin sendete sie mir das Gedicht, das ich wahnsinnig gerne mit Dir teilen möchte. Ich teile es mit Dir, damit es Dich genauso im Herzen berühren kann, wie mich.


„Man muss den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann, alles ist austragen – und dann gebären…


Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch!


Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos, still und weit…


Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben, und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.


Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.“


Rainer Maria Rilke



Möchtest Du diese Art der Impulse ganz automatisch per Whatsapp auf Dein Handy bekommen? Dann schreibe mir eine Whatsapp-Nachricht an 0173 5159290 und speichere mich in Deinen Kontakten ab.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Zwischen den Extremem

Zwischen Vernachlässigung und Überbehütung. Zwischen Faulheit und Ehrgeiz. Zwischen Rechts und Links. Zwischen Ruhe und Aktivität. Ein Leben, zwischen zwei Polen. Ausdruck der Dualität, in der wir uns

 
 
 
"Die Grundformen der Angst" nach Fritz Riemann

Heute möchte ich gerne ein Modell vorstellen, dass ich in meiner Praxis immer mal wieder erkläre. Es ist aus dem Buch „Grundformen der Angst“ von Fritz Riemann (Psychoanalytiker). Er beschreibt hier,

 
 
 
Anstrengungsloses bemühen

In der letzten Yogastunde zum "Regenerativen Yoga" teilten die Teilnehmerinnen in der Gruppe, dass sie das Gefühl hätten, immer gestresst zu sein. Obwohl sie vielleicht mehr Zeit hätten (weil die Kind

 
 
 

Kommentare


bottom of page