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Hast Du mit Deinen Eltern Verträge geschlossen oder von Ihnen Aufträge erhalten? 🤔

Heute möchte ich gerne mal ein psychotherapeutisches Thema aufnehmen. Nämlich die unbewussten Verträge oder unbewusst übertragenen Aufträge, die wir von unseren Eltern erhalten haben. Es kann durchaus sinnvoll sein, diese ins Bewusstsein zu heben und ggfls. auch ganz bewusst wieder aufzulösen – vor allem, wenn die Auswirkungen uns stark in unserer Entscheidungs- und Entfaltungsfähigkeit einschränken.


Es gibt „offensichtliche“ Aufträge, wie zum Beispiel „Kümmere Dich um Deine Mutter/Deinen Vater/Dein Geschwisterkind, wenn ich nicht mehr da bin“. Oder Aufträge, die schon früh gegeben wurden, wie zum Beispiel „Pass auf Deine Mutter/Deinen Vater auf, dass er/sie nicht so viel trinkt – und wenn doch, dass er/sie nichts dummes anstellt“. Man wird also schon als Kind mit einer Verantwortung betraut, die es in der Regel komplett überfordert. Und es wird aber verinnerlicht, was oft dazu führt, dass man auch im Erwachsenenalter der „Kümmerer“ ist.


Weniger offensichtlich sind Aufträge wie „Auf dich kann man sich immer verlassen“, „Nur im Handwerk arbeitet man wirklich etwas und trägt der Gesellschaft etwas wertvolles bei“, „Erfolg wird immer auf dem Rücken der Kleinen ausgetragen“. Regelmäßig und mit einer gewissen Eindringlichkeit immer wieder wiederholt, sickert in das Bewusstsein eines Kindes der Auftrag „Sei immer für mich da“, „Such Dir eine Ausbildung/Arbeit in meinem Sinne“ oder „Sei nicht zu erfolgreich“.


Nicht immer sind diese Aufträge gleich schlecht oder negativ. Doch wenn man das Gefühl hat, man würde ein Leben führen, dass nicht authentisch ist und man nicht weiß, wieso man in einem Fahrwasser ist, das man nicht verlassen kann, dann lohnt es sich dies vielleicht mal zu hinterfragen und zu schauen, wessen Leben ich eigentlich gerade lebe. 😌


Im Übrigen werden nicht nur Aufträge und Erwartungen auf diese Art und Weise übertragen, sondern auch Ängste. Häufig begegnen mit in meiner Praxis Existenzängste, die nichts mit der aktuellen Realität zu tun haben. Wenn man dann forscht, tauchen dann finanzielle Probleme nach einer Scheidung in der Kindheit auf, oder andere besondere Situationen, in denen Eltern tatsächlich Angst hatten, nicht genug zu Essen auf den Tisch zu bekommen.


In der Yogaphilosophie und in der buddhistischen Philosophie ist dieses Thema ebenfalls bekannt. Ganz vereinfacht formuliert, ist es Karma, dass über Generationen weiterwirkt und erst nach einer gewissen Zeit seine Kraft verliert. Die Bedingungen, die unsere Eltern hatten und die damit verbundenen Bedürfnisse, Werte, Moralvorstellungen und auch gesellschaftlichen Zwänge wirken in uns weiter. Auch in diesen Philosophien geht es darum, diese alten Einflüsse, Aufträge und Übertragungen bewusst werden zu lassen, um sie richtig einzuordnen und dann auch auflösen zu können. 😊


*Nur was bewusst ist, kann sich auch ändern!*

Vielleicht magst Du ja mal darüber nachdenken, welche Aufträge noch geschlossen sind und welche heute vielleicht nicht mehr stimmig sind in deinem Leben. 🤓


In diesem Sinne: einen schönen Sonntag für Dich! 🤗☀️

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